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Know-how: Onlinetexten, Typografie |
WWW.-TypografieAufgabe der Typografie ist es, Textmaterial so zu gestalten, dass der Textinhalt möglichst leicht und schnell erfasst werden kann. Dies gilt insbesondere für Text, der auf dem Bildschirm dargestellt werden muss. Die Funktionalität hat gegenüber der Ästhetik Vorrang. von Hansjörg Bolliger
Der Typografie kommt auf Web-Seiten sowohl inhaltliche als auch
funktionale Bedeutung zu:
Der Typografie für Web-Seiten sind durch die technischen Vorgaben der
Bildschirmdarstellung enge Grenzen gesetzt. Für die schlechtere
Lesbarkeit von Texten auf dem Bildschirm verantwortlich sind :
Dies bedeutet, dass nicht-optimierte Schriften mit
"Treppenstufen" dargestellt werden und feine Linien durch den
leuchtenden Bildschirm überstrahlt werden. Diese Nachteile können
weitgehend durch die Wahl geeigneter Schriften oder den Einsatz von
Schrift-Grafiken vermieden werden. SchriftenGrundsätzlich lassen sich zwei Schriftfamilien unterscheiden:
Systemschriften (True Type Fonts) und Satzschriften (Post Script Fonts) Systemschriften Systemschriften sind bereits im Lieferumfang der
Computer-Betriebssysteme enthalten. Sie wurden in ihrem Design für die
Bildschirmdarstellung optimiert und enthalten nur wenig Schrägen und
Rundungen. Beispiele sind Arial und Times für Windows und Helvetica und
Times New Roman für Mac. Systemschriften eignen sich vor allem für den
Content. Vorteile:
Nachteile:
Satzschriften (Nicht-Systemschriften) Satzschriften wurden für den Print-Bereich entwickelt. Sie sind nicht
im Betriebssystem enthalten und müssen zusätzlich gekauft und
installiert werden. Satzschriften müssen zudem für die
Bildschirmdarstellung optimiert (Anti-Aliasing) werden. Satzschriften
eignen sich vor allem als Schmuckelemente (Navigation , Corporate
Identity, Überschriften). Vorteile:
Nachteile:
Anti-Aliasing oder Glätten "Anti-Aliasing" bezeichnet das Glätten der durch die geringe
Bildschirmauflösung entstandenen "Treppenstufen". Dabei werden
die Stufen durch farblich zum Hintergrund abgestufte Pixel aufgefüllt und
dadurch verwischt. Anti-Aliasing sollte jedoch nur bei grösseren
Schriftgraden angewendet werden, da es bei kleineren Schriften zu einem
Verwischungseffekt kommt. Nachteil: Durch die Verknüpfung mit dem Hintergrund wird die Schrift zur Grafik.
Dadurch werden die Web-Seiten langsamer geladen und sind schwieriger zu
aktualisieren. Screenfonts Screenfonts sind Satzschriften die speziell für den Bildschirmeinsatz entwickelt wurden. Sie müssen nicht geglättet werden und sind auch in kleinen Grössen noch gut lesbar. Auch Screenfonts müssen als Grafiken in die Webseite eingebunden werden, durch den Wegfall des Anti-Aliasing ist ihr Speicherbedarf aber wesentlich kleiner. SchriftartenSchriften lassen sich in zwei Kategorien einteilen:
Für die Bildschirmdarstellung geeigneter sind Schriften ohne Serifen, da feine Linien durch den Bildschirm überstrahlt werden. (Serifen sind die kleinen Endstriche an den Grundstrichen der Buchstaben.)
SchriftgrösseFür Fliesstext eigenen sich Schriftgrössen zwischen 12p und 16p. Der Zeilenabstand sollte ca. 120% der Schriftgrösse betragen.
Schrift und FarbeAm lesbarsten ist dunkle Schrift auf hellem Hintergrund. Bei farbiger Schrift auf farbigem oder grauem Hintergrund muss darauf geachtet werden, dass der Kontrastabstand nicht zu klein wird. Keine Komplementär-Farben verwenden (Flimmerkontrast!). Besonders problematisch ist rote Schrift auf blauem Hintergrund. Für Fliesstext ungeeignet ist ein Hintergrund mit Farbverlauf.
Typografisches KonzeptDer bewusste Einsatz von typografischen Gestaltungselementen gliedert
die Textinformation und steigert die Übersichtlichkeit von Webseiten. Regeln:
Die typografischen Konstanten sollten nach der Entwurfsphase und vor der Realisierungsphase unbedingt dokumentiert werden. |
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